|
Nachdem ich mir endlich einen passenden Schrank für meine Pfeifen (oder jedenfalls einen Großteil davon) angeschafft hatte, mußte ich ihn nur noch einrichten, so daß die Pfeifen auch richtig zur Geltung kamen. Da dafür passende Pfeifenständer oder -halter natürlich nicht erhältlich sind, habe ich einfach selbst welche konzipiert und gebaut. Falls jemand vor dem gleichen Problem steht, hier eine Anleitung, wie man so etwas billig und leicht selbst herstellen kann. In erster Linie braucht man dazu natürlich Werkzeug. Mein Vater (von Beruf Feinmechaniker) pflegte zu sagen: "Gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit." Und ich kann ihm da nur hundertprozentig beipflichten. Beherzigen Sie auch das alte Sprichwort: "Wer billig kauft, kauft zweimal." Wenn Sie also chinesischen Billigschrott oder Ähnliches kaufen, werden Sie es bestimmt bereuen. Investieren Sie lieber etwas mehr in ordentliche Ware, dann werden Sie sicher längere Zeit Freude daran haben. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ein Beispiel: Nach nur 1 (in Worten: einem) Loch in eine Spanplatte sind die Schneiden eines chinesischen Bohrers trotz äußerst vorsichtiger Handhabung bereits teilweise ausgeglüht: |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ein Bohrer deutscher Fertigung mit Hartmetallschneiden sieht auch nach weit über 100 Löchern noch immer aus wie neu: |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Bohrmaschine
Optimal ist eine Standbohrmaschine. Alternativ dazu genügt auch ein Bohrständer und eine Handbohrmaschine. Freihändiges Bohren ist auf keinen Fall zu empfehlen. Achten Sie darauf, daß sich die Drehzahl der Bohrmaschine regeln läßt. Ich selbst verwendete eine Handbohrmaschine, die man leider nur bei voller Drehzahl arretieren kann. Also habe ich noch einen Drehzahlregler dazwischen geschaltet. |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Säge
Wahlweise Kreis- oder Stichsäge; |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| zur Not tut es auch ein Fuchsschwanz. |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Bohrer
Forstnerbohrer 40 mm Forstnerbohrer 20 mm Spiralbohrer 2,5 mm Spiralbohrer 3,5 mm Kegelsenker 90° |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Feilen etc.
Flach-, Halbrund-, Rundfeile |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Schleifpapier (grob, mittel) Rundraspel (nicht unbedingt erforderlich, erleichtert aber die Arbeit ungemein) |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Tacker
Notfalls kann man den Bezugsstoff auch mit Nägeln oder Kleber befestigen, am einfachsten ist sicher die Methode mit Heftklammern. |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Kleinwerkzeug
Hammer, Schraubenzieher, Schere, Messer, alles Dinge, die sich ohnehin in jedem Haushalt finden. |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| (Man beachte den Spezialhammer: Bohren, Sägen, Feilen und Schleifen sind ziemlich staubige Arbeiten, da benötigt man schon etwas für die Befeuchtung!) |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Hilfsmittel
Nicht zwingend notwendig, aber recht praktisch. Z.B. eine Schutzfolie, damit beim Bohren nicht die Späne in der Gegend herumfliegen: einfach eine Plastik-Mineralwasserflasche abgeschnitten. |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Oder ein Konus zum Aufspannen von Schleifpapier, spart eine Menge Arbeit beim Kantenbrechen. (Eignet sich auch bestens zum Anpressen des Stoffes auf das Klebeband.) |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Oder Winkelzwingen zum Zusammenhalten der Bretter für exaktes Bohren der Schraubenlöcher. |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Spanplatten
Da alle mir bekannten Baumärkte keine Holzzuschnitte unter |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Kleinmaterial
Doppelseitiges Klebeband (Teppichklebeband) Schrauben (Spax 3,5 x 30 versenkt) Heftklammern (10 mm) |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Bezugsstoff
Da sind Ihrer Wahl bezüglich Material und Farben keine Grenzen gesetzt. Zu dünn sollte der Stoff aber nicht sein. |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Auf der Grundplatte zeichnen wir die Mittelpunkte der Bohrungen an |
|
und bohren dann die Löcher etwa 10 mm tief.
|
|
|
Ebenso verfahren wir mit der Rückwand.
|
|
|
Hier werden die Löcher ganz durchgebohrt.
|
|
|
Nun schneiden wir die Platte ab,
|
|
|
so daß für die Mundstücke der Pfeifen eine Halterung entsteht.
|
|
|
Etwas schräg angefeilt oder geraspelt verleihen die Ausnehmungen den Pfeifen einen besseren Halt.
|
|
|
Damit sich der Stoff auch nach jahrelangem Gebrauch nicht durchscheuert, werden die Kanten der Bohrungen auf der Grundplatte gebrochen.
|
|
|
Für die Befestigung der Rückwand auf dem Grundbrett werden nun je nach Länge des
Pfeifenständers |
|
|
Nun werden aus Doppelklebeband für die Mulden und Ausnehmungen entsprechende Stücke geschnitten
|
|
|
und auf Grundplatte und Rückwand geklebt.
|
|
|
Jetzt wird der Stoff passend zugeschnitten, auf die Teile getackert und fest an die Stellen mit Klebeband angedrückt. (Achten Sie darauf, daß Klammern/Nägel nicht in die Mulden für die Pfeifenköpfe hineinragen!)
|
|
|
Wer mag, kann auf die Unterseite der Grundplatte noch eine Folie kleben oder Füßchen
montieren, damit die Heftklammern eine Unterlage nicht zerkratzen können.
|
|
|
Zum Schluß werden die Bretter miteinander verschraubt, et voilà: Fertig ist der Pfeifenständer!
|
|
|
|
| ||